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Eine entscheidende Information, die Dein Onkologe verheimlicht

 

Wusstest Du, dass Du als Brustkrebspatientin von Deinem Onkologen bei manchen entscheidenden Informationen im Dunkeln gelassen wirst?

Manche dieser “Wissenslücken” verzehren die Wahrheit, einige mögen (dem Arzt und der Krankenkasse) Zeit und Geld sparen,  andere können Deiner Gesundheit allerdings sehr schaden.

Heute verrate ich Dir eine ganz wichtige Information, die Dein Onkologe während der Brustkrebstherapie nicht mit Dir besprechen wird – es sei denn, Du sprichst ihn direkt darauf an.

 

chemosensitivitätstest brustkrebs

 

Schritt 1: Die Einteilung von Brustkrebs nach Rezeptorstatus

Deine Brustkrebstherapie beginnt zunächst mal mit etwas ganz Grundlegendem… Der Bestimmung Deiner Brustkrebsart!

Dein Ärzteteam will gleich zu Beginn wissen, ob bestimmte Antennen (Rezeptoren) für Botenstoffe, die das Wachstum des Tumors beeinflussen, vorhanden sind.

Die wichtigsten Rezeptoren sind die für die beiden Hormone Progesteron und Östrogen, sowie für den speziellen Wachstumsfaktor, der als HER2 bzw. HER-2/neu bezeichnet wird.

Tumorzellen, die keine Rezeptoren für Östrogen, Progesteron oder HER-2 besitzen, werden als „triple negativ“ bezeichnet. Patientinnen mit triple negativem Brustkrebs (TNBC) haben – laut der Schulmedizin! – die denkbar ungünstigste Prognose. Es gibt nur wenige Medikamente dagegen!

Deine Ärzte werden also prüfen, ob Deine Brustkrebsart hormonabhängig ist oder nicht. Der weitere Verlauf Deiner Therapie wird darauf abgestimmt werden.

 

Schritt 2: Buchstabensalat auf Rezept

Im nächsten Schritt entscheidet Dein Ärzteteam, ob Zytostatika (pharmazeutische Wirkstoffe, die meist unter dem Sammelbegriff “Chemo” zusammengefasst werden) benötigt werden, um die Zellteilung und das Zellwachstum zu hemmen.

Es gibt verschiedene Gruppen von Zytostatika, die in unterschiedliche Phasen des Zellzyklus eingreifen. Diese werden häufig kombiniert und tragen dann Namenskürzel wie beispielweise ECP (Epirubicin + Cyclophosphamid + Paclitaxel) oder DAC (Docetaxel + Doxorubicin + Cyclophosphamid).

Entscheiden die Ärzte, dass eine Chemotherapie angebracht ist, wird das Schema dafür festgelegt. Das heißt: Welche Zytostatika-Kombination in welcher Häufigkeit und in welchen Abständen verabreicht werden soll. Ein Beispiel für ein ECP-Schema wäre: 3 x Epirubicin im Zweiwochenrhythmus, gefolgt von 3 x Cyclophosphamid im Zweiwochenrhythmus und abschließend genauso Paclitaxel. Danach wird geprüft, ob und wie mit der Therapie weiter verfahren wird.

 

Schritt 3: Neoadjuvant oder adjuvant?

Eine weitere Entscheidung muss getroffen werden: Soll die Chemobehandlung neoadjuvent (vor der Operation) oder adjuvant (nach der Operation) durchgeführt werden?

 

Schritt 4: Alle Unterkategorien über einen Kamm scheren

Die medizinischen Leitlinien geben für die unterschiedlichen Brustkrebsarten unterschiedliche, aber dennoch weitgehend standardisierte Therapien vor.

Nachdem eine Patientin in einer der fünf “Rezeptorenkatagorien” landet, erhält sie eine weitgehend standardisierte Therapie. Basis für diese Entscheidung sind die medizinischen Leitlinien sowie die von der Pharmaindustrie selbst durchgeführten klinischen Tests, auf denen diese beruhen.

Standardisierte Therapien? Wie wir alle wissen, ist nicht jeder Mensch gleich – und genauso wenig jede Krebsart!

Während der Chemotherapie wird in regelmäßigen Abständen geprüft, ob die verabreichte Zytostatika -Kombination Erfolg zeigt. Dein Körper ist quasi das Versuchskaninchen.

 

Schritt 5: Die Nebenwirkungen treten ein

Obwohl sich eine Chemotherapie in erster Linie gegen Krebszellen richtet, ist es dennoch unvermeidbar, dass auch viele gesunde Körperzellen geschädigt werden. Insbesondere die Zellen, die sich sehr schnell vermehren, sind gefährdet. Dazu gehören die blutbildenden Zellen des Knochenmarks, die Schleimhautzellen des Magen-Darm-Traktes und die Haarwurzelzellen – was meist sehr schnell zu der weiterverbreiteten und sehr gefürchteten Nebenwirkung des Haarausfalls führt.

Weitere häufige Nebenwirkungen der Chemotherapie sind:

  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Appetitlosigkeit, Durchfall, Schluckbeschwerden, Entzündungen der Mundschleimhaut,
  •  Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit (“Chemogehirn“),
  •  Fatigue (anhaltende Müdigkeit bis hin zu Erschöpfung),
  •  Hautausschlag, Veränderungen der Finger- und Zehennägel bis hin zu abfallenden Nägeln,
  •  Anämie (Störung der Blutbildung, Blutarmut),
  •  geschwächtes Immunsystem (erhöhte Infektionsgefahr),
  •  Neuropathie (teilweise extrem schmerzhafte Gefühlsstörungen an Händen und Füßen),
  •  Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche),
  •  erhöhtes Risiko künftig erneut an Krebs zu erkranken bzw. erhöhte Anfälligkeit für Leukämie (Krebserkrankung des Blutsystems),
  •  Verlust der Periode, Wechseljahrsbeschwerden, Unfruchtbarkeit.

Kein Wunder, dass schon der Gedanke an eine Chemotherapie angsteinflößend ist!

 

Wird die Chemobehandlung Dir persönlich helfen?

Solltest Du zu den Patientinnen gehören, die eine Chemotherapie in Erwägung ziehen:
Wäre es nicht wünschenswert bereits vorher zu wissen, ob Dein Tumor auf eine bestimmte Chemoart reagieren wird?
Noch bevor sie Deinem Körper verabreicht wird!!!

Wenn eine Chemoart sich bereits vorher als unwirksam zeigt, würdest Du es Deinem Körper trotzdem noch zumuten wollen? Würdest Du die möglichen Nebenwirkungen trotzdem auf Dich nehmen?

Ich weiß, was Du sicherlich denkst – Wenn es eine Möglichkeit gäbe, die Wirksamkeit vorher zu testen, dann würde Dein Onkologe das tun. Stimmt´s?

Da muss ich leider ganz klar sagen: Nein!

Es gibt die Möglichkeit nämlich schon. Nur leider erfahren die wenigsten Krebspatientinnen davon. Der Onkologe wird es nicht anbieten und die Krankenkasse wird die Kosten nicht übernehme.

Und dennoch kannst Du diese Möglichkeit für Dich und Deine Gesundheit in Anspruch nehmen.

 

Der Test, von dem Du möglichst nichts wissen sollst

Wenn Du anhand einer Probe Deines eigenen Tumors feststellen könntest, welche Medikamente am besten bzw. überhaupt nicht gegen Deine ganz eigenen Krebszellen helfen, würdest Du es wissen wollen. Oder etwa nicht?

Nun, das ist Sinn und Zweck eines Chemosensitivitätstests!

Wer ein Chemosensitivitätstest vorab durchführt, erhält wichtige Informationen über die persönliche Erkrankung und den persönlichen potentiellen Nutzen der geplanten Therapie.

Entscheidende Informationen, die Dein Onkologe nicht hat! Er hat nur Statistiken…

 

Das Fließband kommt ins stocken

Reden wir Klartext:

Wer einen Chemosensitvitätstest macht, bringt Unruhe in das ach so glatt laufende Fließband der onkologischen Standards. Denn innerhalb weniger Tage erfährt die mündige Patientin, ob die vom Onkologe geplante Behandlung eher schadet oder hilft! Mit diesem Wissen ist Mitreden auf Augenhöhe angesagt! Das ist für den Onkologen sicherlich ungewohnt …

Die NEXTGEN ONCOLOGY GROUP in Düsseldorf ist eine von mehreren Firmen, die einen Chemosensitivitätstest anbieten. Hier wird er “PANTHER Assay” genannt.

Auf der Seite der NEXTGEN ONCOLOGY GROUP ist zu lesen:
Der PANTHER (PANgenomischer THERapie fokussierter Genexpresssions-Chip) Assay ist ein Hightech-Test, mit dem die Aktivität aller über 20 000 Gene des Menschen parallel gemessen wird. Der PANTHER-Chip stellt eine universell (unabhängig von der Tumorart) verwendbare analytische Plattform für eine Vielzahl von klinisch hochrelevanten prädiktiven genetischen Tests dar, die auf diesem Chip gleichzeitig durchgeführt werden können. Durch die Kombination aus Universalität und gleichzeitig geringen Kosten pro Gen liefert der PANTHER-Chiptest dem Onkologen wertvolle Informationen für die aktuelle Therapieentscheidung und darüber hinaus auch für mögliche zukünftige zielgerichtete innovative Therapien. Der behandelnde Arzt beziehungsweise der Patient erhält nicht nur einen ausführlichen molekularmedizinischen Befundbericht mit entsprechender kritischer Wertung und Empfehlungen zu Therapieoptionen, sondern darüber hinaus auch einen USB-Stick mit einer Excel-Datei des gesamten genetischen Tumordatensatzes für mögliche spätere Fragestellungen und zukünftige Therapien.

 

Warum der Chemosensitivitätstest so selten angewandt wird

Viele der vorhandenen Zytostatika wurden vor Jahrzehnten entwickelt und werden noch heute in kaum veränderter Form verwendet. Mit einem Chemosensitivitätstests kann eine Patientin ihren persönlichen Nutzen ermitteln. So wird das Risiko der Einnahme ineffektiver, schädlicher Pharmaka minimiert.

Wissenschaftler erkennen das Problem. Viele Onkologen anscheinend leider nicht. Zudem werden sie durch die stark von der Pharmaindustrie geprägten medizinischen Leitlinien dazu angehalten, alle Patientinnen nach diesen Richtlinien zu behandeln. Wenn sich die vorgegebene Behandlung im Einzelfall als unwirksam zeigt, wird einfach eine andere ausprobiert.

Quasi “stochern im Nebel“! Und Du bist das Versuchskaninchen!

Patientinnen wollen natürlich geheilt werden – und das möglichst ohne Nebenwirkungen. Aber die Pharmaindustrie erkennt natürlich die negative Auswirkung, die ein Chemosensitivitätstest auf ihren Umsatz haben kann.

Zeigt das Ergebnis, dass bestimmte Zytostatika wenig bis keinen Nutzen bieten, kann das fatale finanzielle Folgen haben!

 

Die häufigste Gegenrede

Vorsicht, wenn Du Deinen Onkologen darauf ansprichst. Höchstwahrscheinlich wird er dagegen argumentieren. Nicht selten kommt die Aussage: “Nur weil es im Labor funktioniert, bedeutet das nicht, dass es im menschlichen Körper funktionieren wird“.

Das stimmt natürlich! Aber ich gebe zu bedenken: Wenn es nicht mal in der Schale funktioniert, dann mit höchster Wahrscheinlichkeit auch nicht im wahren Leben. Und das möchten die meisten Patientinnen vorher wissen!

 

Wissen wirkt Wunder

Als Leserin meines Blogs weißt Du, dass ich stets Informationen liefern möchte, die Dir die Angst nehmen und Dich auf Augenhöhe mit Deinem Ärzteteam an Deiner eigenen Gesundheit mitarbeiten lassen. Wissensbasierte Entscheidungen sind da unentbehrlich!

So wirst Du sicherlich den Wert der Informationen, die Dir ein Chemosensitivitätstest liefert, erkennen.

Hast Du Dich für eine Chemotherapie entschieden, dann empfehle ich Dir, dieses Thema standhaft bei Deinem Onkologen anzusprechen. Die Kosten hierfür (ab ca. 1.000€) musst Du allerdings in den überwiegenden Fällen selbst tragen.

 

***Meine Empfehlung der NEXTGEN ONCOLOGY GROUP sichert mir keinerlei finanziellen oder sonstigen Vorteil.

 

Kennst Du den Chemosensitivitätstest? Schreibe es mir in den Kommentaren.

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