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Mein Leben nach dem Krebs – 3 Wege, wie es besser wurde!

 

Während Deiner Krebserkrankung erfährst Du viel Wissenswertes, oft in Form von Broschüren oder sonstigen Unterlagen, die Informationen über Diagnose, Behandlungsmethoden, ärztliche Betreuung usw. enthalten. Es gibt allerdings auch ein Leben nach dem Krebs. Ein Leben zu dem Du zurück möchtest, wenn Deine Behandlung abgeschlossen ist.

Meine Erfahrung hat gezeigt: Auch wenn Du Dir nichts sehnlicher wünschst –  es ist nicht selten eine schlechte Entscheidung, zu Deinem „alten Leben“ zurückzukehren. Denn Krebs ist fast immer eine Botschaft Deines Körpers, dass irgendetwas gehörig schiefläuft und Du es schon lange ignorierst. Wäre schade, wenn Du diese Botschaft weiterhin ignorieren würdest!

 

Leben nach dem Krebs

 

„Sie haben Krebs…“

Die Todesangst einflößenden Worte: “Sie haben Krebs und wir müssen alles tun, um ES noch etwas hinauszuzögern“, sind wie ein Schlag in die Magengegend. Keiner möchte sie hören.  Sie sind niederschmetternd.

Ich hörte sie zwei Tage nach meinem Geburtstag! Ich erinnere mich genau… Oder meine ich mich nur zu erinnern? Denn sie wurden nicht gerade schonend überbracht. Ich verfiel direkt in Schockstarre und konnte im ersten Moment nicht einmal weinen. Es war wie ein Film, der vor meinen Augen ablief, den ich aber nicht wirklich wahrgenommen habe. Und trotzdem erinnere ich mich an den genauen Wortlaut und das Gefühl, dass dieser Satz in mir weckte.

Natürlich, irgendwann war es dann doch so weit – es flossen Tränen. Aber nicht allzu lange! Denn es war wichtig, zur Tat zu schreiten, um baldmöglichst wieder gesund zu werden. Ich hatte die Nachricht meines Körpers (endlich!) sehr deutlich gehört.

Die Botschaft zeigte mir den Weg: Sich auf das Ziel fokussieren und nicht zurückblicken! Energie verschwenden mit Selbstmitleid? Mich fragen, warum es ausgerechnet mich trifft? Zeit verschwenden mit Nichtstun? Auf keinen Fall!

Meine Strategie und somit Vollzeitjob ab der Diagnose: Alles zu tun, was nicht nur den in meiner Brust aggressiv schnell wachsenden Tumor stoppt, sondern meinem Körper wirklich hilft, von Grund auf wieder gesund zu werden und zu bleiben!

Ich kombinierte die Vorteile der Schulmedizin mit den Vorteilen natürlicher, integrativer Behandlungsmethoden und kurze Zeit später war ich krebsfrei. Ich war jetzt eine Krebs-Überlebende mit einer zweiten Chance!

Zweite Chance – Zurück zum Alltag?

Ich war nun krebsfrei! Super! Was sollte nun aus dieser zweiten Chance werden?

Ich nutzte die vielen Wochen meiner Genesung, um einen ehrlichen Blick auf mein Leben zu werfen – und dass, was ich sah, war – gelinde gesagt – nicht so prickelnd. Kein Wunder, dass mein Körper rebellierte. Er musste lange Jahre viel zu viel Stress aushalten und wurde wenig beachtet. Weshalb ich meine zweite Chance nun nutze, um mein Leben in 3 wesentlichen Punkten zu verbessern:

 

  1. Ich arbeite ständig an meinem Stress-Pegel

Selbsterzeugter Stress ist mein Schwachpunkt. Auch wenn ich 100 werde – das Leben ist zu kurz um alles zu sehen, zu erleben, zu tun und zu lesen… Zu gerne sehe ich mich als „endloses Energiebündel“, dass Multitasking mit links hinkriegt und immer noch eine weitere Sache dazunehmen kann. Kein Problem!

Immer wenn ich einen solchen Punkt in meinem Leben erreiche, erinnere ich mich an den Tag meiner Diagnose. Als meine Ärztin mir meine Krebserkrankung offenbarte, schrie meine innere Stimme nämlich laut und deutlich, dass die Erkrankung „stressbedingt“ sei.

Das ist ja das Komische. Wer auf seine innere Stimme hört, weiß oft schon wo die Ursache seines Problems liegt. Das Problem vieler Menschen ist, dass sie einfach weghören. Auch ich habe das lange getan.

Warum würde ich meine zweite Chance nutzen wollen, um zu diesem Leben zurückkehren?

Auch wenn sich meine grundlegenden Charaktereigenschaften wohl nicht ändern werden und ich weiterhin alles, was das Leben zu bieten hat, mitnehmen möchte – ich achte jetzt bewusster auf vermeidbaren Stress. Was das bedeutet, muss jeder für sich klären.

Zudem ist Yoga eine tolle Möglichkeit für mich, Ruhe einkehren zu lassen.

 

  1. Ich entwickelte gesündere Angewohnheiten, die ich dauerhaft beibehalte

Parallel zu meinem stressigen Alltag blieb natürlich wenig Zeit, mich gesund zu ernähren. So meinte ich zumindest. Wenn ich ganz ehrlich bin, ist das ein Stück weit schon eine Ausrede. Denn ich koche einfach nicht gerne. Ich trage mich schon lange mit dem Gedanken meine Küche in einen begehbaren Kleiderschrank umzuwandeln… (Ok, nicht wirklich, aber ein so großere Kleiderschrank wäre schon cool!)

Auch wenn meine Abneigung gegen das Kochen sich wohl nicht ändern wird, konnte ich mittlerweile viele Dinge in mein Leben integrieren, die es mir ermöglichen mich auch unter Zeitdruck gesünder zu ernähren. Wir reden ja immer Klartext miteinander und so muss ich einfach gestehen: Ein italienischer Salat ist mindestens genauso schnell gemacht wie ein Pastagericht.

Zwei einfach umsetzbare Beispiele, die ich ganz schnell und dauerhaft in meinen Alltag integriert habe:

  • In 2 bis 3 Minuten kann ich mir mit frisch gepresstem Zitronensaft und Leitungswasser ein gesundes Getränk selbst mischen und somit mein früheres Standardgetränk „Apfelsaftschorle“ problemlos ersetzen.
    Erfrischend, schmackhaft, zuckerarm und super gesund für meine Leber!
  • Will ich einfach eine Kleinigkeit knabbern, müssen es nicht Chips oder Kekse sein.
    Im Auto, auf meinem Schreibtisch, auf dem Fernsehtisch: Überall stehen nun Nüsse oder Beeren in allen Varianten als Knabberei bereit! Wesentlich gesündere Alternativen mit vielen Vitaminen und Spurenelementen!

Nur zwei von vielen Beispielen, wie ich mühelos schlechte Angewohnheiten durch bessere ersetzen konnte.

 

  1. Ich achte nun darauf, worin ich meine Energie investiere

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten.
Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheit.

 

Wir investieren unsere Energie jeden Tag auf viele unterschiedliche Weisen und in unterschiedliche Menschen.
Mit diesem Hintergedanken achte ich mittlerweile bewusst auf zwei Dinge:

 

  • Energiesauger in meinem Umfeld …

Wer kennt nicht jemanden, der seine ganze Energie dazu nutzt, negativ zu reden, Ausreden zu finden und sein Leben einfach pessimistisch zu gestalten. Vielleicht musst Du dich sogar an der eigenen Nase packen?

Ich achte nun noch stärker darauf, dass ich meine Energie da investiere, wo es mir positive Ergebnisse bringt.
Ich war zwar grundsätzlich schon immer ein größtenteils positiver, optimistischer Mensch.
Mein Problem lag mehr darin andere – eben vorgenannte Pessimisten – von den positiven Seiten des Lebens überzeugen zu wollen.

Nicht, dass ich diese Menschen – sofern sie zu meinem Freundes- oder Familienkreis gehören – nicht weiterhin liebe. Ich musste nur lernen, anders auf sie und ihre Lebenseinstellung zu reagieren. Jahrelange Bemühungen haben nämlich gezeigt: Sie mit handfesten Argumenten von den positiven Seiten des Lebens zu überzeugen ist vergebene Liebesmühe.

Es war für mich lange Zeit einfach nicht nachvollziehbar, dass die positiven Seiten des Lebens nicht überzeugend genug waren, um diese Grundnegativität umzulenken. Ich glaubte, wenn ich genügend Beispiele aus deren Leben verdeutliche, würden diese meinem Gegenüber irgendwann die Augen öffnen und wir könnten alle glücklich weiterleben.

Naiv, ich weiß! Mittlerweile ist mir ganz deutlich bewusst geworden: So lange Dein Gegenüber nicht bereit ist
selbst umzudenken, wird er nur Deine Energie aussaugen. Um das zu verstehen, habe ich den Großteil meines
bisherigen Lebens gebraucht.

 

  • wie (un-)wichtig die Meinung anderer oftmals ist…

Es ist mir immer mehr egal, was andere über mich und meine Entscheidungen denken! Hört sich hart an, ich weiß…

Allerdings muss jeder für sich selbst entscheiden und mit den Konsequenzen leben. Ich bin eher ein Querdenker – was nicht selten bei Menschen aneckt, die gerne der Norm folgen. Schön für sie. Nichts für mich!

Ich bin zum Großteil mit meinen bisherigen Entscheidungen und meinem Leben zufrieden. Fehlentscheidungen betrachte ich als notwendige Erfahrungen, die mich irgendwie weitergebracht haben.

Nicht jeder denkt so. Zeigt mir jemand, dass er ein Problem mit meiner Denkweise oder meinen Entscheidungen hat, dann halte ich mir (sofern es nicht wahre negative Folgen für mein Gegenüber mit sich bringt) immer vor Augen: Es ist eben genau das – SEIN Problem, nicht meins! Jeder darf seine persönliche Meinung haben, ich muss seine aber nicht zum Problem für mich werden lassen.

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Wir denken oft, nur große Veränderungen bringen wirklich etwas. Unbewusst bauen wir dadurch innere Widerstände auf und bieten uns gleichzeitig die beste Ausrede, nichts zu tun.

Wir sollten uns dahr stets vor Augen halten: Besser kleine Schritte als keine Schritte.  

Es ist einfach, jeden Tag einen kleinen Schritt in die richtige Rchtung zu gehen. Auch mit kleinen (aber konstanten!) Schritten kannst Du Dein Ziel erreichen: Das Leben nach dem Krebs besser werden zu lassen als zuvor!

Wie nutzt Du Deine zweite Chance? Erzähle es mir in den Kommentaren!

 

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